Zum dritten Mal habe ich in diesem Jahr am World Wide Award (WWA) teilgenommen – und auch diesmal war es wieder ein intensiver, spannender Monat Funkbetrieb. Der WWA hat sich für mich längst von einem „mal ausprobieren“ zu einem festen Termin im Funkkalender entwickelt.
Über den gesamten Aktionszeitraum hinweg kamen bei mir 418 QSOs zusammen. Andere Teilnehmer – auch aus den eigenen Reihen – haben hier noch einmal deutlich mehr auf die Beine gestellt, was zeigt, wie unterschiedlich man den WWA angehen kann. Bei mir war es kein reiner Jagdbetrieb mit Marathon-Sessions, sondern eher das kontinuierliche Dranbleiben: Fast täglich war ich auf den Bändern aktiv, oft mit mehreren QSOs pro Abend. Genau diese Regelmäßigkeit macht für mich einen großen Teil des Reizes aus.
Am Ende steht für mich Platz 2054 von insgesamt 173.128 Teilnehmern. Eine Zahl, die das enorme weltweite Interesse am WWA gut widerspiegelt. Dass man sich in einem so großen Teilnehmerfeld überhaupt im vorderen Bereich wiederfindet, ist schon bemerkenswert – unabhängig davon, ob man nun ganz oben mitspielt oder nicht.

Was den WWA für mich besonders macht, ist weniger die Platzierung als vielmehr der dauerhafte Funkbetrieb über mehrere Wochen hinweg. Man lernt, freie Zeitfenster konsequent zu nutzen, beobachtet die Bandbedingungen genauer und freut sich über jedes neue Rufzeichen, jede neue Referenz und jedes gelungene QSO. Gleichzeitig bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie aktiv die internationale Amateurfunkgemeinschaft tatsächlich ist.
Nach einem Monat WWA bleibt vor allem der Eindruck, dass sich der Aufwand lohnt: viele Kontakte, viel Betrieb auf den Bändern und jeden Tag ein kleiner Anreiz, doch noch einmal das Funkgerät einzuschalten. Für mich steht jetzt schon fest, dass es nicht die letzte Teilnahme war – der nächste WWA kann kommen.