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NOAA warnt vor geomagnetischem Sturm: G1 – was bedeutet das für uns Funkamateure?

3 Min. Lesezeit News

Unruhige Zeiten für das Erdmagnetfeld: Der US-Wetterdienst NOAA hat für den 7. bis 10. November 2026 eine geomagnetische Störung der Kategorie G1 angekündigt. Auch am Sonntag, 8. November, wird weiterhin mit erhöhter geomagnetischer Aktivität gerechnet. Für Funkamateure lohnt sich deshalb ein Blick auf das aktuelle Weltraumwetter.

Was steckt hinter der G1-Warnung?

Die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) beobachtet kontinuierlich die Aktivität der Sonne und deren Auswirkungen auf das Erdmagnetfeld.

Aktuell ist ein schneller Sonnenwindstrom aus einem koronalen Loch auf der Sonne für die erhöhte Aktivität verantwortlich. Solche Bereiche können große Mengen geladener Teilchen mit erhöhter Geschwindigkeit in Richtung Erde transportieren.

Trifft dieser Sonnenwind auf das Magnetfeld unseres Planeten, kann es zu geomagnetischen Störungen kommen.

Die NOAA verwendet dafür eine fünfstufige Skala:

KategorieBedeutung
G1Gering
G2Moderat
G3Stark
G4Schwer
G5Extrem

G1 ist also die niedrigste Warnstufe. Trotzdem können solche Ereignisse Auswirkungen auf Funkverbindungen, Satelliten und das Erdmagnetfeld haben.

Was bedeutet das für den Amateurfunk?

Besonders interessant ist die Situation für Kurzwellenamateure.

Veränderungen im Erdmagnetfeld können die Ionosphäre beeinflussen. Diese elektrisch geladene Schicht der Atmosphäre ist für die Ausbreitung vieler Kurzwellenverbindungen entscheidend.

Mögliche Auswirkungen sind:

  • Schwankende Signalstärken auf den Kurzwellenbändern
  • Zeitweise schlechtere Ausbreitungsbedingungen auf polaren Funkwegen
  • Veränderungen der Bedingungen für DX-Verbindungen
  • Beeinträchtigungen bei bestimmten Satellitenverbindungen

Bei einer G1-Störung sind die Auswirkungen normalerweise überschaubar. Größere Einschränkungen der Kurzwellen-Ausbreitung sind eher bei stärkeren geomagnetischen Stürmen zu erwarten.

Gerade Verbindungen in Richtung Skandinavien oder Nordamerika können bei erhöhter geomagnetischer Aktivität interessant zu beobachten sein. Allerdings bedeutet ein erhöhter K-Index nicht automatisch, dass alle diese Funkwege schlechter werden.

Und was ist mit Polarlichtern?

Eine geomagnetische Störung kann auch Polarlichter begünstigen.

Bei G1-Ereignissen sind diese normalerweise vor allem in höheren geografischen Breiten sichtbar. Ob sie tatsächlich auftreten und wie weit südlich sie zu beobachten sind, hängt unter anderem von der Stärke und Ausrichtung des Sonnenwindes ab.

Für Schleswig-Holstein besteht daher keine Garantie, Polarlichter sehen zu können. Bei klarem Himmel kann sich ein gelegentlicher Blick nach Norden aber durchaus lohnen.

Die aktuellen Werte im Blick behalten

Für Funkamateure gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Weltraumwetterlage zu verfolgen:

Besonders interessant sind dabei der planetare Kp-Index und der geomagnetische A-Index. Ein Kp-Wert von 5 entspricht bereits der G1-Kategorie.

Unser Tipp: Funkgerät einschalten und beobachten!

Auch wenn G1 kein außergewöhnlich starkes Ereignis ist, bietet die aktuelle Situation eine gute Gelegenheit, sich einmal intensiver mit der Ausbreitung auf den Amateurfunkbändern zu beschäftigen.

Wie verändern sich die Signalstärken? Welche Stationen sind erreichbar? Gibt es ungewöhnliche Ausbreitungsbedingungen?

Manchmal sind gerade solche Tage interessant, an denen das Funkwetter nicht ganz so vorhersehbar ist.

Also: Funkgerät einschalten, Cluster beobachten und die Bedingungen selbst ausprobieren. 73 und gute Verbindungen!

Quelle: NOAA Space Weather Prediction Center, geomagnetische Vorhersage vom 8. November 2026. Die G1-Prognose gilt für den Zeitraum vom 7. bis 10. November 2026; eine Fortdauer bis in den 10. November wird erwartet.

73 de Thomas, DL8LTD

Quelle: https://www.swpc.noaa.gov/

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